Fährtenarbeit

Abteilung „A“ – Die Fährtenarbeit
Beim Hund haben sich alle hoch entwickelten Sinne des Jägers Wolf (Canis lupus) bis heute erhalten. Die Nase ist sein am höchsten entwickeltes Sinnesorgan.Fährte1Deshalb ist die Fährtenarbeit eine artgerechte Beschäftigungsmöglichkeit, welche den Hund nicht nur körperlich, sondern vor allem auch geistig fordert. Hierbei gilt zwar: „Früh übt sich…“, aber auch für ältere Hunde ist das Fährten eine attraktive Beschäftigung. Während sich die große Mehrheit der Hundehalter noch einmal wohlig im Bett auf die andere Seite dreht, entfaltet sich frühmorgens im Fährtengelände bereits einiges an Aktivitäten. Nutzt man den Nahrungstrieb, so gelingt es schnell, beim Hund die Verknüpfung „Fährte suchen gleich Futter finden“ zu erreichen. Zertretene Gräser, Kleinstlebewesen, die verletzte Ackerkrume sowie der Individualgeruch des Fährtenlegers ergeben einen Fährte02unverkennbaren Mischgeruch, die der Hund mit seiner feinen Nase aufnehmen und von dem andersgearteten Duft der Umgebung unterscheiden kann. Unter einfühlsamer Anleitung lernt der Hund rasch auf das Hörzeichen „Such“ dieser Fährte zu folgen und Gegenstände zu finden. Entsprechend der verschiedenen Prüfungsstufen steigern sich die Anforderungen an den Hund. Zuerst (bei VPG I) legt der Hundeführer die Fährte selbst, ab VPG II wird dies von einer zweiten Person erledigt. Daneben wird die Zeit zwischen Legen und Ausarbeiten der Fährte verlängert sowie die Zahl der Richtungsänderungen und der „verlorenen“ Gegenständen erhöht. Es macht enormen Spaß, wenn man beobachten kann, mit wie viel Eifer und Konzentration sich die Hunde ihrer Aufgabe stellen. Und damit dies so bleibt, gibt es nach erfolgreicher Fährtenarbeit immer eine dicke Belohnung für die gute Spürnase! Dabei ist eines sicher, Fährtenarbeit ist Fleißarbeit, aber es macht süchtig!!!!!