Schutzdienst

Abteilung „C“ – Schutzdienst
Der Schutzdienst bedeutet nicht, dass wir uns einen Hund zu unserem Schutz erziehen, sondern die Hunde können in sportlicher Arbeit und hohem Gehorsam artgerecht ihren Trieb des Jagens und Beute machen, ausleben. Der Schutzarm ist die Beute. Der Helfer mit dem Schutzarm ist für den Hund ein Konkurrent, der ihm die Beute streitig machen will. Wird der Hund richtig ausgebildet, so verknüpft er das Stellen, Verbellen, Anbeißen, Verfolgen und Angreifen des Helfers oder Scheintäters immer mit dem Reiz des Schutzarms und nicht mit der Person selber. Legt der Scheintäter den Schutzarm zur Seite, benimmt sich der Hund ihm gegenüber vollkommen neutral und so ausgeglichen wie zu allen anderenAbt C Personen auch.Ganz entscheidend für diese Disziplin ist das Wesen des Hundes. Ausgeglichenheit, Nervenstärke, und Selbstbewusstsein sind die Vorbedingungen dafür, dass der Hund den geforderten Trieb und Mut gepaart mit dem unabdingbaren Gehorsam zeigen kann. Ein Hund, der nicht in der Hand des Führer steht und dessen Anweisungen keine Folge leistet, kann die Prüfung genauso wenig bestehen wie einer, der nicht energisch und kräftig zufasst. Des Weiteren ist für die Leistungsfähigkeit des Hundes die sachgerechte Ausbildung unter guter Zusammenarbeit zwischen Hundeführer/in, Übungsleiter und Helfer ausschlaggebend. Viel Zeit und Mühe muss investiert werden bis der Hund die in der Prüfungsordnung geforderten Übungen von der sauberen Streife nach dem Helfer bis hin zum abschließenden Transport zum Leistungsrichter zuverlässig ausführt.
Zu Beginn eines Schutzdienstes steht die „Streife nach dem Helfer“, wobei der Hund auf Kommando zwei bis sechs Verstecke absuchen muss, bis er den Helfer gefunden hat. Nun folgt das „Stellen und Verbellen“. Der Hund soll den „Scheintäter“ drangvoll verbellen, darf dabei jedoch nicht in den Schutzarm beißen. Er darf also keine Beute machen. – Eine schwierige Gehorsamsübung!!! Deshalb wird der Schutzdienst auch oft „Gehorsam unter extremen Bedingungen“ genannt.
Es folgen Bewachungsphasen, Fluchtversuche und Angriffe… Dies aber bitte in der Prüfungsordnung nachlesen oder noch besser – bei einer Übungsstunde oder Prüfung zuschauen! Eine ganze Menge Arbeit steckt in dieser Ausbildung und es ist toll mit anzusehen, wie ein Hund unter größter Erregung immer noch im Gehorsam seines Führers steht. Dies wird nur erreicht, wenn das Mensch – Hund – Team aufeinander eingespielt ist und völliges Vertrauen zwischen ihnen besteht.
An dieser Stelle Anerkennung und ein großes DANKE an alle Helfer, welche diesen Sport erst möglich machen!!!